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Zecken

Die Blutsauger des Sommers

Die in Deutschland am häufigsten vorkommende Schildzecke lebt im Freien, vorzugsweise an Waldrändern, an Lichtungen oder an Bächen. Aber auch Gärten werden gerne als Lebensräume akzeptiert. Sie bewegen sich am Boden, im hohen Gras oder im Gebüsch bis max. 1,5 m Höhe und im Unterholz. Zecken lieben Feuchtigkeit und Wärme. Aus diesem Grund sind sie nach einem Regentag im Sommer besonders aktiv. Aber auch bei trockenem oder kühlem Wetter sind Zecken auf der Jagd nach Wirten.

Die Zecke ist ein Parasit, der sich vom Blut seiner Wirte ernährt, ähnlich wie eine Stechmücke. Doch im Vergleich zur Stechmücke braucht die Zecke viel mehr Blut. Im Extremfall hängt sie bis zu 15 Tagen an ihrem Wirt (Tieren und Menschen) und saugt das Blut bis zum 200fachen Ihres Gewichtes in ihren Darm. Dafür sucht sie sich an ihrem Opfer eine geeignete Stelle, etwa beim Menschen die Achselhöhle, die Kniekehlen, den Hals und Kopf oder den Genitalbereich, um festen Halt zu haben und auch Kratzen oder Scheuern unbeschadet zu überstehen.

Zecken sind Überträger von Krankheiten.
Für den Menschen sind zwei verschiedene Erreger gefährlich : ·
  • Die FSME – Viren, welche die Hirnhautentzündung hervorrufen können. Dagegen hilft die FSME-Impfung. ·
  • Borrelien (Bakterien), welche für die Lyme – Borreliose verantwortlich sind.
Die Vermeidung von Zeckenstichen ist die einzige wirksame Vorbeugung vor der durch Zecken übertragenen Borreliose. Unerkannt und dann auch unbehandelt kann die durch Bakterien hervorgerufene Erkrankung zu chronischen Gelenkbeschwerden und neurologischen Veränderungen führen. Auch Arthritis und Muskelentzündungen können die Folge einer Borreliose – Infektion sein.


Zeckenschutz ist Borreliose-Schutz

Bevorzugen Sie geschlossene Kleidung mit langen Ärmeln und Hosen sowie festes Schuhwerk und eine Kopfbedeckung. Stecken Sie die Hose zudem in die Strümpfe. Auch das erschwert den Parasiten den Zugang zur nackten Haut. Auf heller Kleidung kann man wandernde Zecken besser erkennen. Schützen Sie sich zusätzlich mit einem wirksamen Zeckenschutzmittel. Auch Hunde und Katzen können an Borreliose erkranken. Zwar steht ein Impfstoff für Hunde zur Verfügung, jedoch garantiert dieser keinen absoluten Schutz. In der Zeckenzeit sollten sie deshalb mit entsprechenden Präparaten oder einem Zeckenhalsband geschützt werden.

Meiden Sie Zeckenvegetation!
Wenn möglich hohe Gräser, Unterholz oder Sträucher meiden, Zecken fühlen sich hier besonders wohl.

Tragen Sie geschlossene Kleidung!
Lange Hosen, Blusen mit langen Ärmeln, Strümpfe über den Hosen-beinen und geschlossene Schuhe machen es den Zecken schwer, direkten Hautkontakt zu finden.

Tragen Sie helle Kleidung!
So entdecken Sie Zecken auf Ihrer Kleidung besser.

Kopfbedeckungen, vor allem für Kinder!
Durch ihre geringe Körpergröße ist bei Kindern häufig der Kopf und speziell der Haaransatz von Zeckenstichen betroffen. Eine Mütze oder Kappe schützt.

Kontrollieren Sie Ihren Körper!
Nach Aufenthalten im Freien suchen Sie Ihren Körper sorgfältig auf Zecken ab. Achten Sie dabei besonders auf Kniekehlen, Leistenbereich, Bauchnabel und die Bereiche unter den Armen. Bei Kindern besonders auf Kopf, Haaransatz, Hals und Ohren.

Benutzen Sie ein zuverlässiges Zeckenschutzmittel!


Wir beraten Sie gerne zum Thema Zecken

Wir führen nicht nur wirksame Zeckenschutzmittel wie z.B. Mosquito oder Autan, sondern auch verschiedene Hilfsmittel zur Entfernung von Zecken.

Zecken haben kein Gewinde! Deshalb sollten Zecken nie heraus gedreht werden.Als Beispiel sehen Sie eine Entfernung der Zecke mit einer Zeckenkarte.


Zeckenbiss homöopathisch behandeln

Bei auftretendem Fieber suchen Sie bitte unbedingt einen Arzt auf!
Entfernen Sie immer sachgerecht die Zecke!

Zur homöopathischen Behandlung von Zeckenstichen und zur Vorbeugung von Borreliose haben sich folgende Arzneimittel bewährt:

  • Ledum palustre (Sumpfporst)
Dieses Mittel wird eingesetzt bei allen Stich- und Bissverletzungen sowie
bei entzündlichen Gelenkserkrankungen. Ledum können Sie auch zusätzlich
zu einer Antibiotika-Therapie nehmen.
Dosierung: Ledum D6 1. Tag stündlich, 2. Tag alle 2 Stunden und ab dem
3. Tag 3 x 5 Globuli für die Dauer von 10 - 14 Tagen. Zusätzlich können
zur äußerlichen Anwendung 5 Kügelchen in etwas Wasser gelöst werden
und die Lösung mehrmals täglich auf die Stichwinde aufgetragen werden.
  • Belladonna D6 (Tollkirsche)
Belladonna wir bei allen Rötungen eingesetzt.
Dosierung wie bei Ledum
  • Okoubaka D3
Dieses Mittel ist aufgrund seiner Beziehung zum Magen-Darm-Trakt
hervorragend geeignet zur Reduzierung der Nebenwirkungen von
Antibiotika.
Dosierung: 3 mal Täglich 5 Globuli


Nach einem Artikel von Dr. Markus Wiesenauer in der Deutschen Apothekerzeitung 2012 Nr. 18 S. 66 f

Die Borreliose kommt in ganz Deutschland vor, fast jede zweite Zecke ist mit diesen Bakterien infiziert.

FSME (=Frühsommermeningoencephalitis) wird durch ein Virus verursacht. Mit diesem Virus verseuchte Zecken finden sich nur in einigen Telien Deutschlands oder Europas.
Die jeweils aktuellste Karte zum FSME-Verbreitungsgebiet sowie viele weitere Informationen finde Sie unter zecken.de.

FSME-Verbreitung in Deutschland
FSME-Verbreitung in Europa