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Blutdruck-Messgeräte


Regelmäßiges Blutdruckmessen schützt vor unerkanntem Bluthochdruck – einem der großen Risikofaktoren für Herz- und Kreislauferkrankungen. Mit elektronischen Blutdruckmessgeräten können Sie jederzeit Ihren Blutdruck vollautomatisch messen. Egal, ob zu Hause oder unterwegs.



Herz- und Blutkreislauf haben die wichtige Aufgabe, alle Organe und Gewebe des Körpers ausreichend mit Blut zu versorgen und Stoffwechselprodukte abzutransportieren. Das Herz zieht sich dazu im regelmäßigen Rhythmus etwa 60-80 mal pro Minute zusammen und dehnt sich wieder aus. Der Druck des strömenden Blutes, der beim Zusammenziehen (Kontraktion) des Herzens auf die Arterienwände entsteht wird als Systole bezeichnet. Der Druck in der darauf folgenden Erschlaffungsphase, wenn sich das Herz wieder mit Blut füllt, wird als Diastole bezeichnet. Bei der Blutdruckmessung werden beide Werte ermittelt.

Wie wichtig es ist, auf seinen Blutdruck zu achten, beweist die Medizin: Unerkannter Bluthochdruck ist einer der großen Risikofaktoren für Herz- und Kreislauferkrankungen. Deshalb sollten auch Sie über Ihren Blutdruck stets im Bilde sein und genau über Ihre Werte Bescheid wissen. Denn ist beispielsweise Bluthochdruck erst einmal erkannt, kann er vom Arzt behandelt und mit therapeutischen Maßnahmen gesenkt werden. Sie gestalten die Therapie Ihres Blutdrucks selbst mit.
Wie Sie immer eine Kontrolle über Ihren Blutdruck haben, erfahren Sie bei uns in der Apotheke.

Was ist Bluthochdruck?

Bluthochdruck (= Hypertonie) ist eine Kreislauferkrankung, bei der in den Blutgefäßen ein erhöhter Druck herrscht. Sehr oft bemerkt man über lange Zeit gar nichts von dem Bluthochdruck, und häufig wird er rein zufällig entdeckt.

Was bedeutet es eigentlich, seinen Blutdruck zu messen? Nichts anderes, als den Druck des strömenden Blutes auf die Arterienwände zu ermitteln. Dabei müssen zwei Werte genau erfasst werden: der Blutdruck-Oberwert oder systolische Druck. Er entsteht beim Zusammenziehen des Herzens, wenn das Blut in die Blutgefäße gedrückt wird. Und der Blutdruck-Unterwert oder diastolische Druck. Er stellt sich ein, wenn der Herzmuskel entspannt ist und sich wieder mit Blut füllt.

Die Blutdruckmessung beruht auf einem einfachen Prinzip: Mit einer aufblasbaren Gummimanschette und einem Druckmessgerät werden entweder Töne oder Druckwellen gemessen, aus denen sich die Blutdruckwerte ergeben. Traditionell, beim Stethoskop werden die Töne gehört und die Werte auf einem Manometer parallel dazu abgelesen. Beim aktuellen ozillometrischen Verfahren der Blutdruckmessung werden durch eine leistungsstarke Technologie die Schwingungen (Oszillationen), die zwischen dem systolischen und dem diastolischen Druck in der Manschette auftreten, elektronisch aufgenommen und automatisch ausgewertet.


Ursachen von Bluthochdruck

Prinzipiell unterscheidet man 2 Formen von Bluthochdruck, die sogenannte primäre Hypertonie (auch „essentielle“ Hypertonie genannt)= und die sekundäre Hypertonie.

Etwa 95% der Menschen mit hohem Blutdruck haben eine primäre Hypertonie. Sie tritt besonders häufig dann auf, wenn auch andere Familienangehörige daran leiden und wenn man übergewichtig ist. Wahrscheinlich spielt auch ein hoher Kochsalzkonsum eine auslösende Rolle.


Der Pulsdruck
und das Herzinfarktrisiko

Alle zwei Minuten wird in Deutschland ein Patient mit Herzinfarkt oder Schlaganfall ins Krankenhaus eingeliefert. Der Pulsdruck ist dabei ein wichtiger Indikator.

Jahrelang glaubte man, es genüge, nur den Blutdruckwert zu beachten. Heute reicht dies nicht mehr aus. Laut verschiedenen Studien wird der Pulsdruck für die Ermittlung von Herzerkrankungen immer wichtiger. Der Pulsdruck gibt Auskunft über die Dehnbarkeit sowie die Qualität der Blutgefäße (die sogenannte „Compliance“). Gut dehnbare Gefäße beteiligen sich aktiv am Bluttransport.

Bei einem hohen Pulsdruck werden die Herzkranzgefäße weniger durchblutet und der Herzmuskel wird schlechter mit Sauerstoff versorgt. Das Herz muss dadurch mehr arbeiten. Bei gleichzeitiger Verminderung der Durchblutung steigt das Herzinfarktrisiko.
Der Pulsdruck sollte daher bei jeder Blutdruckmessung kontrolliert werden. Er lässt sich errechnen, indem man den unteren Blutdruckwert (Diastole) vom oberen (Systole) abzieht.

Besonders hohe Gefahr für ältere Menschen Gerade ältere Menschen sollten dem Pulsdruck besondere Beachtung schenken. Die meisten Menschen über 60 leiden bereits unter Arterienverkalkung. Belastet zusätzlich ein hoher Pulsdruck die starren Blutgefäße, droht ein Aufbrechen der Ablagerungen an den Arterienwänden. Daraus kann schnell ein Herzinfarkt oder Schlaganfall entstehen. Verschiedene Studien belegen, dass bereits ein kleiner Anstieg des Pulsdruckes (10 mmHg) das Herzinfarktrisiko drastisch erhöhen kann. Ab dem 60. Lebensjahr gilt der Pulsdruck als wichtiger Indikator für Herzinfarkt- oder Schlaganfallrisiko.


Was kann man gegen zu hohen Pulsdruck tun?

Der Pulsdruck wird ähnlich behandelt wie Bluthochdruck. Ärzte behandeln in der Regel mit Diuretika, Calcium-Antagonisten oder ACE-Hemmer. Medikamente sollten aber niemals ohne Anweisung von Ärzten eingenommen oder dosiert werden. Außerdem hilft auch eine vitaminreiche und Cholesterin- und Kochsalzarme Ernährung in Verbindung mit ausreichend körperlicher Bewegung den Pulsdruck in den Griff zu bekommen. Auf Zigaretten und Stress sollte verzichtet werden. Um auf Veränderungen reagieren zu können, ist es empfehlenswert, den Pulsdruck regelmäßig zu kontrollieren.Zusätzlich begünstigen ein hoher Alkoholkonsum und einige Medikamente, wie z.B. „die Pille“ oder Präparate, die Kortison enthalten, das Auftreten einer Hypertonie. Nur bei etwa 5% der Patienten ist Bluthochdruck durch Erkrankungen spezieller Organe verursacht. So kann es bei einigen Nieren-, Drüsen- und Herzkrankheiten zu Bluthochdruck kommen. Man spricht dann von sekundärer Hypertonie.

Durch Übergewicht wird sowohl das Auftreten von Diabetes als auch das Auftreten von Bluthochdruck begünstigt. Besonders bei älteren und übergewichtigen Diabetikern findet man daher oft Hypertonie.

Zum anderen können über Jahre bestehende hohe Blutzuckerwerte zu Nierenschäden führen. Durch diese Organschäden der Nieren kommt es zum Bluthochdruck. Es liegt dann eine sekundäre Form der Hypertonie vor.

Je früher man mit der Behandlung des erhöhten Blutdrucks beginnt, um so leichter ist es, den Blutdruck noch einmal zu normalisieren und um so größer dürften die Erfolgsaussichten sein. Durch eine gute Blutdruckeinstellung können Nieren und Augen des Diabetikers geschützt werden. Dadurch sollte es auch möglich sein, der Gefahr eines Herzversagens oder eines Schlaganfalls vorzubeugen.

Weltneuheit

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Blutdruck richtig messen
  • Nehmen Sie die Blutdruckmessung in Ruhe vor. Messen Sie im Sitzen und warten Sie mindestens 5 Minuten, bis Ihr Kreislauf sich beruhigt hat.
  • Zwischen zwei Messungen mindestens 3 Minuten warten.
  • Kontrollieren Sie Ihren Blutdruck regelmäßig, mindestens zweimal täglich, z.B. morgens nach dem Aufstehen und abends, wenn Sie sich nach der Arbeit entspannt haben.
  • Tragen Sie Ihre Werte in einen Blutdruckpass ein und bringen Sie diesen zu jedem Arztbesuch mit.

Selbstmessung bedeutet noch keine Therapie. Bitte verändern Sie auf keinen Fall von sich aus die vom Arzt verschriebene Dosierung der Arzneimittel.

Grenzwerte für den Blutdruck

Klassifikation der Blutdruckbereiche der WHO
Pulsdruck
Der Pulsdruck ist die Differenz zwischen dem oberen systolischen und dem unteren diastolischen Wert.
Ein gesunder Mensch sollte einen Pulsdruck von unter 50 mmHg (Millimeter Quecksilbersäule) haben. Ein Wert von über 65 mmHg wird bereits als krankhaft angesehen.

  • Hoher Pulsdruck über 65 mmHg
  • Erhöhter Pulsdruck 55 bis 65 mmHg
  • Normaler Pulsdruck 50 mmHg
Quelle: Deutsche Hochdruckliga – Die isolierte systolische Hypertonie und die Notwenigkeit Ihrer Neubewertung.